Beiträge

Initiative Perspektivwechsel e.V. veranstaltet am 23.08.2018 im Rahmen des ivorisch-deutschen Begegnungsprojekts Start-up ArtMagica 2 des Ludwig-Wolker-Hauses in Berlin einen Workshop zum Thema Migration und Bewegungsfreiheit.

Sind wir alle Migrant*innen?

Anhand der Zeitstrahlmethode von glokal e.V. und eigener Migrationserfahrungen wollen wir mit den Workshop-Teilnehmenden die historischen Ursachen von globalen Migrationsbewegungen diskutieren sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Migrationspolitik und -Erfahrung in unterschiedlichen zeitlichen Epochen und aus unterschiedlichen Perspektiven herausarbeiten.

 

Wir waren auf der von AfricAvenir International e.V. organisierten Fachtagung „Decolonizing EZ! Neue Impulse für afrikabezogene entwicklungspolitische Bildungsarbeit„. Vor allem der Workshop von Dr. Boniface Mabanza zum Thema „Keine Zukunft ohne neue Afrikanisch_europäische Wirtschaftspartnerschaften“ hat uns besonders gut gefallen und in Bezug auf unser Bildungsprojekt zur Ressourcenungerechtigkeit inhaltlich viel gebracht. Er gab uns ausführlichen Einblicke in die neuen Wirtschaftspartnerschaftsabkommen der EU mit ehemaligen afrikanischen Kolonien. Angeblich sollen sie sogenannte „Freihandelszonen“ zugunsten von EU-Produkten und Rohstoffeinfuhr ausbauen. Dabei allerdings werden sowohl den Export als auch den interregionalen Handel afrikanischer Länder extrem eingeschränkt bzw. beeinträchtigt.

Dr. Boniface Mabanza ist führender Experte und Koordinator der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) in Heidelberg, die Lobby- und Kampagnenarbeit zur sozioökonomischen Gerechtigkeit im südlichen Afrika durchführt. Seit Jahren setzt er sich für einen konsequenten Perspektivwechsel insbesondere in den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen afrikanischen und europäischen Ländern und der EU ein. Er prangert Ausbeutungsstrukturen und das Nachwirken kolonialer Mechanismen, ebenso wie rassifizierte Stereotype in gesellschaftspolitischen Verhältnissen an.

Dieses Jahr trat unser Kollege HOBSKUR am 14.06 zum zweiten Mal auf dem KENAKO Afrika Festival am Alexanderplatz auf! In seinen Liedern thematisiert er die Polizeigewalt in Kamerun und die Macht- bzw. Ausbeutungsverhältnisse zwischen dem globalen Norden und Süden.

Das Angebotskatalog der BREBIT 2018 ist online! Neben zahlreichen inspirierenden Veranstaltungen und Projekttagen findet ihr unsere verschiedenen Angebote mit Kurzbeschreibung, Lernziele, Anknüpfungspunkte aus dem Rahmenlehrplan und Kompetenzen auf Seite 15 (für Grundschule), 32 (für Sek I), 39 (für Sek II) und 57 (für Sek II auf Französisch).

 

Seit Juni haben wir neue Arbeitsräume! Und was für welche! Mit Blick über ganz Berlin teilen wir mit 15 anderen Initiativen die Räumlichkeiten der ZUsammenKUNFT im 15. und 16. OG des ehemaligen Hotels Bel Air in Kreuzberg. Dort können wir künftig unsere Workshops anbieten und weitere Veranstaltungen organisieren. Der Ort bietet Platz für 100 Personen.

Die ZUsammenKUNFT versteht sich als ein Modellprojekt für das gemeinschaftliche Zusammenleben von Kulturschaffenden, geflüchteten Neu-Berliner_innen sowie Alt-Berliner_innen. In dem Gebäude sind seit Dezember 2015 leere Wohnflächen unter Verwaltung des DRK zu einer Notunterkunft für rund 400 Geflüchtete umfunktioniert worden. Die beiden leerstehenden obersten Etagen wurden in Abstimmung mit einem Expertenbeirat mit kulturellen und sozialen Projekten, Initiativen, Künstlerkollektiven und NGOs belegt, die sich mit dem Thema Flucht und Migration inhaltlich beschäftigen.

 

Am Wochenende trafen wir uns mit anderen angehenden Referent*innen des Programms CHAT der WELTEN beim Qualifizierungsseminar in Blossin. Die Gruppe war sehr diskussionsfreudig und wir hatten Raum und Zeit, über die Herausforderungen des Programms kritisch zu debattieren und zu reflektieren. In der Kleingruppenarbeit konnten wir die Bausteine unseres Konzeptes legen zum Thema:

Sprache, Identität und Diskriminierung

Im Berliner Haus der Demokratie und Menschenrechte fand heute die erste Werkstatt zur Entwicklung von Bildungsangeboten für das benbi 2018 statt. Moderiert durch die engagierten Trainerinnen Annette Kübler und Beate Flechtker beschäftigten wir uns inhaltlich mit dem diesjährigen Thema „Klima und Ressourcen“ mit Blick auf mögliche Problematiken und Fallstricke, die bei der Konzeption der Workshops kritisch mitgedacht werden sollen. Wir möchten dieses Jahr mit den Schüler*innen über die Aktualität kolonialer Ressourcenausbeutung in Kamerun diskutieren.

Heute waren wir auf Einladung von Herrn Prof. Dr. Sebastian Schädler an der Evangelischen Hochschule Berlin und haben im Rahmen seines Seminars „Flucht, Migration und Postkolonialismus“ eine Sitzung übernommen. Gemeinsam mit 11 Studierenden führten wir einen vierstündigen Workshop durch und hatten spannende Diskussionen über die Aktualität und Relevanz antikolonialen Widerstands am Beispiel Kamerun und Deutschland.

Das kamerunische Lokalfernsehen berichtet über das Projekt Profiling und die demokratische Teilhabe der Einwohner*innen. Mit unserem Projektkoordinator Hilaire und anderen Engagierten von Un Monde Avenir diskutieren sie die Ergebnisse der Umfrage. Das hohe Interesse der Jugendlichen und jungen Erwachsenen an der Mitgestaltung lokaler Politik stellt ein wichtiges Potenzial zur Gesellschaftsveränderung dar.

 

Heute war das erste Akteurstreffen der BREBIT 2018. Referent*innen und Aktive haben sich im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin versammelt und von der BREBIT-Koordinationsgruppe eine Einführung in das Motto der diesjährigen BREBIT Veranstaltungen erhalten:

„Alles für uns!? Ressourcen schonen. Reichtum fairteilen Gesellschaft gestalten.“

Es gab zwei Inputs zur Rohstoffpolitik und kolonialen Kontinuitäten von Merle Groneweg (PowerShift e.V.) und zu den Auswirkungen im globalen Süden am Beispiel Bolivien durch Oscar Choque (Ayni – Verein für Ressourcengerechtigkeit e.V.).