Die Ausstellung “Zwischen Petition und Rebellion” stellt Geschichten des antikolonialen Widerstands in Kamerun vor. Drei Widerstandskämpfe stehen exemplarisch für verschiedene Generationen und soziale Gruppen, die sich gegen Kolonialismus und dessen Erbe wehr(t)en. Sie machen das Ausmaß rassistischer Kolonialpolitik Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens im Kamerun deutlich.

Termine für Berlin November/Dezember 2023

Vom 16.11 – 30.11 2023 in der Mittelpunktbibliothek, Schöneberg.

Vom 01.12. – 29.02.2024 im Global Village in Neukölln.

Hier einige Eindrücke vom Aufbau der Ausstellung aus der Mittelpunktbibliothek in Berlin-Schöneberg mit unserem neuen Kollegen, dem Freiwilligen Enock:

Wir haben unsere Projekte im Herbst bei zwei Veranstaltungen von Partnerorganisationen in Berlin vorgestellt. NARUD e.V. organisierte am 19. September den Internationalen Tag für Zivilcourage auf dem Leopoldplatz in Berlin-Wedding. Rund 15 Organisationen stellten ihre Arbeit vor. Bei einem Bühnenprogramm trat unter anderem der Berliner Rapper Matondo auf, der sozialkritischen und politischen Rap macht und dessen Lied “Spuren der Kolonialzeit” auch in unserer Ausstellung “Zwischen Petition und Rebellion” gezeigt wird. Die Veranstaltung fand zum sechsten Mal auf dem Leopoldplatz statt.  Im Gespräch mit Besucher*innen und anderen teilnehmenden Organisationen, konnten wir uns vernetzen und zu Anti-Rassimus, Zivilcourage und Demokratiebildung austauschen.

Am 08. Oktober waren wir auf Einladung der Organisation Source d’espoir e.V. mit einem Infostand auf einem Kulturfest in Heinersdorf in Pankow. Es war ein wunderschöner Nachmittag mit vielen Besucher*innen und tollem Bühnenprogramm. Der Verein Source d’espoir engagiert sich unter anderem zum Thema Muttersprachen und bietet Workshops an, in denen Kinder und Jugendliche ihre Muttersprachen erlernen können. So steht auf ihrer Homepage: “„Muttersprache ist Identität, ist Heimat. Ist der Bezug zu Familie und persönlichen Wurzeln…”

Bei beiden Veranstaltungen haben unsere Kultursommerfestival-Banner vom Event “Street Connection – La poèsie de l’Afrique” die Bühnen verschönert. Für unser Mini-Festival im August hatten wir zwei Meter lange Banner produziert auf denen Bilder und Zitate von afrikanische Musiklegenden zu Kolonialismus, Rassimus und antikolonialen Widerstand zu lesen sind. Während beim Event auf dem Leopoldplatz Angelique Kidjos Bild die Bühne zierte, waren in Pankow Fela Kuti und Miriam Makeba zu sehen.

 

Neue Termine im November und Dezember! Online-Fortbildung für Lehrkräfte zu den Themen Rassismus, Kolonialismus und antikolonialer Widerstand.

Nach Hamburg (2021) und Bremen (2023) hat es uns erneut hoch in den Norden Deutschlands verschlagen. Die Wanderausstellung “Zwischen Petition und Rebellion” war zu Gast in Wilhelmshafen. Für einige Wochen stand sie im Foyer einer Integrierten Gesamtschule in der Küstenstadt. Neben den Schüler*innen der Gesamtschule konnte auch die allgemeine Öffentlichkeit zum Besuch der Ausstellung in die Schule kommen.

Mehrere Schulklassen besuchten die Ausstellung gemeinsam mit ihren Lehrkräften und nutzen die interaktiven Elemente. Wir freuen uns riesig, dass die Ausstellung dort gezeigt werden konnte und danken dem Netzwerk deKOL und insbesondere Wilma Nyari, die es ermöglicht hat, dass unsere Ausstellung hier zu sehen war.

Gleich an drei Orten ist unsere Wanderausstellung “Zwischen Petition und Rebellion” von Febraur bis April 2023 in Bremen zu sehen.

Am 24.02. wurde sie im Güterbahnhof Bremen mit rund 140 Besucher*innen und einem vielfältigen Programm eröffnet. Wilma Nyari, Initiatorin des Runden Tisches DeKolonialisierung und PoC in Wilhelmshaven, hielt eine einleitende Rede zum Thema. Jean Philippe Zock Zang, der alles rund um die Ausstellung in Bremen koordiniert, stellte im Gespräch mit Virginie Kamche (Afrika Netzwerk Bremen) die wichtigsten Thesen seines Buch über den kamerunischen UNP Politiker Ruben Um Njobe vor und sprach über seine Vision, wie koloniale Erinnerungsarbeit in Zukunft aussehen könnte. Eine Tanzgruppe aus der westlichen Region Kameruns und ein Liveauftritt der kamerunischen Sängerin Dora Decca rundeten den Abend künstlerisch ab.

“Zwischen Petition und Rebellion” in Bremen

24.02 – 09.03 Güterbahnhof Bremen
11.03 – 06.04 Doku Blumenthal 
12.04 – 26.04  Jugendbildungsstätte LidiceHaus

Die Ausstellung kann an allen drei Orten kostenlos besucht werden und Schulklassen können geführte Touren buchen.

An alle Menschen in Bremen schaut vorbei! Wir freuen uns auf euer Feedback.

Möglich gemacht wurde diese tolle Tour durch Bremen vom Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz), dem Afrika Netzwerk Bremen e.V. (ANB) und dem Lidice Haus.

Vielen herzlichen Dank dafür!

Hier ein Artikel über die Ausstellung im Weser-Kurier und eine kurze Videoreportage zu Virginie Kamche, die in Bremen gerade zur Frau des Jahres gekürt wurde.

Unsere Wanderausstellung Zwischen Petition und Rebellion – Auf den Spuren des antikolonialen Widerstands in Kamerun steht in diesem Frühjahr für zwei Monate in der Aula der Fritz-Karsen-Schule in Berlin Neukölln. Dort dürfen die Comic-Figuren Acha und Kenjo aus Douala wieder Schüler*innen in die Ausstellung begrüßen und wichtige Infos zum kamerunischen Kontext und zu kolonialen Kontinuitäten aus ihrer Perspektive vermitteln.

Die Ausstellung stellt Geschichten des antikolonialen Widerstands in Kamerun aus unserem Comic Widerstand vor. Drei Widerstandskämpfe stehen exemplarisch für verschiedene Generationen und soziale Gruppen, die sich gegen Kolonialismus und dessen Erbe wehr(t)en. Sie machen das Ausmaß rassistischer Kolonialpolitik Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens im Kamerun deutlich. Audio- und Videostationen sowie weitere Gestaltungselemente machen die Ausstellung dabei besonders interaktiv. Schüler*innen können sich an den Diskussionswänden beteiligen und ihre Ansichten zu verschiedenen Themen wie Erinnerungskultur, globaler Wirtschaft und Menschenrechten darstellen.

Als Begleitprogramm gibt unser Team drei Workshops vor Ort. Wir sprechen mit den Schüler*innen über den Zusammenhang von Kolonialismus und Rassismus  und besuchen gemeinsam die Ausstellung.

Acha und Kenjo haben am Wochenende das erste Jubiläum unserer Ausstellung Zwischen Petition und Rebellion – Auf den Spuren des antikolonialen Widerstands in Kamerun im FEZ Berlin gefeiert! Die Ausstellung wurde im Rahmen des Festivals ,,Afrika-Kontinent der Vielfalt” gezeigt.

Wir durften auch Matti Foncha kennenlernen, den Sohn John Ngu Fonchas, ein wichtiger kamerunischer Politiker, für dessen Ehrung im öffentlichen Raum Doualas der Aktivist André Blaise Essama heute kämpft. Nach der Unabhängigkeit des Landes hat John Ngu Foncha sich um die
Wiedervereinigung der englisch und französisch kolonisierten Teile Kameruns bemüht und sich für die Rechte der englischsprachigen Minderheit eingesetzt. John Ngu Foncha kommt sowohl in unserer Ausstellung als auch in unserem Comic vor.

“Es ist eine große Freude hier in dieser Ausstellung zu sehen, was mein Vater, John N. Foncha, für die Befreiung Kameruns von Kolonialismus getan hat.”

Der Comic zur Ausstellung  ist übrigens in mehreren Buchläden erhältlich oder kann hier online bestellt werden.

In diesem Herbst hat die Reformschule Winterhude unsere Ausstellung Zwischen Petition und Rebellion – Auf den Spuren des antikolonialen Widerstands in Kamerun nach Hamburg geholt! Schülerinnen und Schüler der Oberstufe nahmen aktiv an unserem Workshop zum Thema teil und sorgten für spannende Momente des Austauschs untereinander. So konnten sie in den darauffolgenden Wochen selbst andere Mitschüler*innen durch die Ausstellung führen. Seitdem steht unser Comic auch in der Schulbibliothek zur Ausleihe bereit.

Die Ausstellung und der Workshop knüpfen in diesem Fall an den Austausch an, den die Hamburger Schüler*innen mit Schüler*innen des Collège Jean Tabi in Yaoundé, Kamerun 2018-2019 organisiert haben.

Abschließend noch das Feedback von Heino Schäfer, Lehrer und Oberstufenleiter der Schule:

“Insgesamt ist die Ausstellung sehr gut angekommen! Die Besucher*innen waren begeistert von der Qualität der Comics, der ansprechenden Gestaltung der Stationen und den verschiedenen Medien … Ich bin sehr froh, dass wir die Ausstellung hier hatten”.

Vielen Dank für die Einladung, die Zusammenarbeit und für den tollen Austausch!

Unser digitales Lernangebot Zwischen Petition und Rebellion. Auf den Spuren des antikolonialen Widerstands in Kamerun ist jetzt online!

Das Online-Angebot bietet Schüler*innen ab Klassenstufe 9 einen Einstieg in die Themenbereiche Kolonialismus und antikolonialer Widerstand. Drei Geschichten von Widerstand rücken die Vielfalt von Strategien gegen Kolonialismus und dessen Erbe in den Fokus. Gleichzeitig veranschaulichen sie die rassistische Kolonialpolitik Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens in Kamerun. Sie regen junge Menschen an, sich kritisch mit der kolonialen Geschichte und bestehenden Machtverhältnissen zu beschäftigen. Es kann sowohl im Digitalunterricht, als auch in Präsenz mit digitalen Endgeräten genutzt werden.

Die drei Geschichten des antikolonialen Widerstands werden mit Audios, Videos und Comiczeichnungen im Story-Telling Style vorgestellt. Am Ende jeder Story gibt es ein digitales Diskussionsformat. Die drei Stories können unabhängig voneinander angeschaut werden oder chronologisch besucht werden. Die beiden Comicfiguren Acha & Kenjo aus Kamerun, begleiten die Besucher*innen durch die Stories. Wichtige oder komplizierte Begriffe werden in einem Glossar erklärt. Für Lehrkräfte bietet die Webseite zusätzlich pädagogische Hinweise und Arbeitsblätter für Schüler*innen an.

Das Angebot basiert auf der gleichnamigen Wanderausstellung sowie auf dem Bildungscomic Widerstand.

 

Ab jetzt und bis Ende September steht unsere Wanderausstellung Zwischen Petition und Rebellion. Auf den Spuren des antikolonialen Widerstands in Kamerun in der Helene-Nathan-Bibliothek in Neukölln – im Herzen Berlins!

Die comicbasierte Ausstellung stellt Geschichten des antikolonialen Widerstands in Kamerun vor. Drei Widerstandskämpfe stehen exemplarisch für verschiedene Generationen und soziale Gruppen, die sich gegen Kolonialismus und dessen Erbe wehr(t)en. Sie machen das Ausmaß rassistischer Kolonialpolitik Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens im Kamerun deutlich. Hörstationen beleben die Geschichten und interaktive Elemente laden zum Mitmachen ein. Die jugendlichen Protagonisten Acha und Kenjo aus Kamerun begleiten die Besucher*innen auf ihrer Reise durch die drei Epochen des Widerstands, kommentieren die dort erzählten Ereignisse aus ihrer Perspektive und diskutieren ihre Auswirkungen auf die Gegenwart.

Die Ausstellung basiert auf dem Comic Widerstand. Dieser kann in der Helene-Nathan-Bibliothek ausgeliehen werden.

Kommt nach Neukölln Acha und Kenjo kennenzulernen!