Am 26. Juni 2026 haben wir im Roten Rathaus in Berlin den Preis für besonderes Engagement in der Kooperation mit Berliner Schulen erhalten – verliehen durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (SenBJF) in Kooperation mit KATE e.V., der BSR und der GASAG.

Der Hintergrund: 61 Berliner Schulen wurden dieses Jahr mit dem internationalen Prädikat „Internationale Nachhaltigkeitsschule – Umweltschule in Europa“ geehrt. Die Schulen hatten sich mit vielfältigen Projekten im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung beworben – von Klimaräten über Schulgärten bis zu internationalen Kooperationen.

Im Rahmen ihrer Bewerbung konnten ausgezeichnete Schulen auch einen außerschulischen Kooperationspartner nominieren, mit dem sie besonders gerne zusammenarbeiten – und wir wurden von der Anna-Essinger-Gemeinschaftsschule in Berlin-Lichterfelde vorgeschlagen! Aus der Liste der nominierten Organisationen wählte die Jury uns und zwei weitere Organisationen für einen Sonderpreis der Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin aus, dotiert mit 500€.

Für uns ist diese Auszeichnung eine besonders schöne Bestätigung unserer Arbeit: Seit 2018 bringen wir das Thema Deutscher Kolonialismus und koloniale Kontinuitäten mit Workshops, Fortbildungen und Ausstellungen in Berliner Schulen – zu wissen, dass diese Arbeit von den Schulen als wertvoll empfunden wird, bedeutet uns sehr viel.

Ein besonderes Dankeschön geht in diesem Kontext an unsere Multipklikator:innen, die wir seit 2020 zu unserem Workshopkonzept schulen und die dieses in allen Ecken Berlins umsetzen!

Mehr Informationen zu unseren Angeboten für Schulen findet ihr hier:

Zu anti-Schwarzer Rassismus, Kolonialismus und antikolonialer Widerstand. Neue Termine im Sept. und Nov. 2026.! In Kooperation mit Spore Initiative in Berlin-Neukölln.

Ob Comiclesung, Podiumsbeitrag oder Infostand: Wir informieren über unsere Arbeit und kommen mit Menschen bundesweit über dekoloniale Bildung ins Gespräch. Dieses Jahr waren wir bereits auf acht Veranstaltungen dabei – im Herbst kommen weitere hinzu. Wir freuen uns, euch dort zu treffen und euch unsere Arbeit vorzustellen!

Im Herbst geht es weiter – wir freuen uns, euch bei den kommenden Terminen zu treffen! Wo und wann wir bei Veranstaltungen teilnehmen, erfahrt ihr am einfachsten über unseren Instagram-Kanal. 

Am Samstag den 16. November 2024 organisieren wir einen ganztägigen Empowerment Workshop für Schwarze und afrodiasporische Menschen im Global Village.

Sprache ist Macht. Und Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen, empowert! Gemeinsam wollen wir uns austauschen über unseren Platz in der Stadt. Wie bewegen wir uns als Schwarze Personen in der Stadt? Welche Community-Räume besuchen wir? Was macht uns stark? Mit Spoken Word, einer Mischung aus Poesie, Rap und Performance wollen wir uns auf Spurensuche machen und herausfinden was uns guttut in Berlin und welche Gewohnheiten und Realitäten wir lieber hinter uns lassen wollen.

Während des Workshops reflektiert ihr über eigene Rollenbilder, Vorbilder und entwickelt gemeinsam neue Strategien des Widerstands gegen fortbestehende koloniale und rassistische Weltbilder und Praktiken. Mittels kreativer Schreib- und Performanceübungen entwickeln wir eigene Spoken Word Texte.

Der Workshop richtet sich an Afrodiaspora/Menschen afrikanischer Herkunft. Wenn ihr Lust habt teilzunehmen, meldet euch direkt unter info@initiativeperspektivwechsel.de an.

2024 gefördert durch:

Im Juli haben wir unsere Arbeit bei einem Event des Kultursommerfestivals im Gretchen präsentiert. Das Kultursommerfestival bietet diesen Sommer 90 Tage kostenlose Kulturveranstaltungen an. Im Gretchen trat der äthopische Musiker Mulatu Astake Addis auf und zivilgesellschaftliche Vereine aus dem Kiez konnten ihre Arbeiten vorstellen. Das Konzert war der Hammer und der Veranstalter musste den Club noch vor Beginn schließen, weil so viele Menschen den Musiker sehen wollten.

Wir hatten eine gute Zeit und bedanken uns beim Gretchen und dem Kultursommerfestival für die Einladung!

Das Kultursommerfestival läuft noch bis Ende September. Schaut doch mal ins Programm: https://www.draussenstadt.berlin/de/kultursommerfestival

Wir freuen uns sehr, mit unserem Projekt Mit Spoken Word gegen Rassismus zu den Preisträgern des diesjährigen Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ des Botschafter für Demokratie und Toleranz (BfDT) zu gehören! Die ausgezeichneten Projekte setzen sich in besonderer Weise für Demokratie und Toleranz in Deutschland ein und stärken dabei eine demokratische und tolerante Alltagskultur.

Der BfDT verfolgt das Ziel, zivilgesellschaftliche Organisationen und Akteure für ihr Engagement öffentlich zu würdigen. Über 264 Einsendungen von Institutionen und Personen des öffentlichen Lebens gingen beim BfDT ein und 63 wurden schließlich vom Beirat des BfDT als Botschafter für Demokratie und Toleranz ausgewählt.

Wir gratulieren auch ganz herzlich die anderen Preisträger!

 

Anfang Januar waren wir in Hamburg! Dolly hat einen Vortrag über unser Projekt “Mit Spoken Word gegen Rassismus” gehalten und die Workshops sowie den Comic „Widerstand. Drei Generationen antikolonialer Protest in Kamerun“ vorgestellt. Eingeladen waren wir vom Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung (LI)  im Haus der Projekte. Der Vortrag fand im Rahmen der Anpassungsqualifizierung für ausländische Lehrkräfte und LIA 2 statt, ein Austauschprogramm zwischen Deutschlehrer*innen aus Kamerun und Lehrkräften aus Deutschland.

Besonders interessant war die anschließende Diskussion: Während die deutschen Lehrer*innen sich für die didaktischen und methodischen Aspekte unserer Arbeit interessierten, wollten die Teilnehmer*innen aus Kamerun vor allem über inhaltliche Fragen sowie die Entstehung des Materials sprechen. Dabei stellten sie viele interessante Fragen zur Auswahl  der Geschichten, die Quellen der Forschung und die Freiheit der Redakteur*innen bei der Produktion der Comics. Wir diskutierten zudem über die Arbeitsmethode im Workshop und die Anpassung dieses Konzepts an den besonderen kamerunischen Kontext.

Die unterschiedlichen Interessen der Teilnehmer*innen, hängen vor allem mit den unterschiedlichen Bildungskontexten zusammen. Während es in Deutschland noch schwierig ist Lehrer*innen davon zu überzeugen, das Thema Kolonialismus mit jüngeren Schüler*innen anzugehen, setzen sich in Kamerun zwar auch die jüngeren Schüler*innen oft mit diesem Thema auseinander, aber die Inhalte und die Lehrrichtung (Perspektive) müssen weiterhin kritisch hinterfragt werden.

 

Während der Workshops unseres Projekts Mit Spoken Word gegen Rassismus haben viele der Teilnehmenden eindrucksvolle Spoken Word Texte geschrieben. Die Themen waren unterschiedlich: von Toleranz, über den besorgniserregenden Rechtsruck in Europa bis hin zum eigenen Umgang mit Rassismus.

Einige von ihnen haben ihre Texte aufgenommen und uns erlaubt sie als ermutigende, engagierte Botschaften gegen Rassismus zu veröffentlichen. Wir danken euch für euren Mut und euer Vertrauen! Wir haben viel von euch gelernt.

Wir stellen hier eine Auswahl von drei der Spoken Word vor. Hört rein und lasst euch von Lia Sherin, Diren und Jonathan inspirieren!!

 


Lia Sherin, „Rassismus als Wurzelfrage“


Diren, „Widerstand ist Pflicht“


Jonathan, „The light“

Zwei Tage waren wir mit unseren Workshops zu Gast im Manfred von Ardenne Gymnasium in Berlin-Hohenschönhausen. Mit rund zwanzig Schüler*innen zwischen 15 und 18 Jahren haben wir in unserer Geschichtswerkstatt über die Zusammenhänge zwischen Kolonialismus, Rassismus und Antikolonialen Widerstand diskutiert.

In der zweiten Hälfte des Workshops ging es dann vor allem um Alltagsrassismus in Deutschland und mögliche Widerstandsstrategien. Die Schüler*innen haben eine kleine Demo gegen Rassismus organisiert und viele kreative Texte zum Thema geschrieben.

Wir kommen gerne wieder!

Vergangenes Wochenende haben wir unseren Workshop „Mit Spoken Word gegen Rassismus“ bei AYOCO durchgeführt. AYOCO ist eine Gruppe Schwarzer Kinder und Jugendlicher aus Berlin und Umgebung.

Drei Stunden lang arbeiteten wir zur Geschichte des antikolonialen Widerstands in Kamerun und diskutierten über die verschiedenen Strategien. In unserer interaktiven Geschichtswerkstatt arbeiteten die Teilnehmer*innen mit unseren Comics, die es auch schon bald als Broschüre bei uns gibt. Die Atmosphäre war super und die Diskussion haben Spaß gemacht.

Ende Mai treffen wir uns mit den Kids wieder für Teil II: Hier kommen wir zusammen, arbeiten an Spoken-Word Texten und einer kleinen Perfomance. Wir freuen uns schon sehr!