Seit Anfang Dezember arbeitet der Zeichner Franky Mindja an dem Comic, das wir im Rahmen des neuen Projektes Mit Spoken-Word gegen Rassismus produzieren und pädagogisch einsetzen wollen. Derzeit zeichnet er speziell Illustrationen für die Geschichte der Kom-Frauen, die in den 1950er Jahren gegen die britische Kolonialmacht im Westen Kamerun aufbegehrten. Die Comic-Broschüre soll insgesamt drei Widerstandsgeschichten vorstellen.

Franky Mindja arbeitet zunächst detailliert mit Bleistift auf Papier, ehe er die Illustrationen am Computer färbt und verfeinert.

 

Für unser neues Projekt Mit Spoken-Word gegen Rassismus entwickeln wir eine Comic-Broschüre, die wir in unseren Workshops mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Frühjahr 2019 einsetzen werden. Wir haben Dany aka Negro Illustrator eingeladen, die Geschichte zum aktivistischen Kampf von André Blaise Essama für die Dekolonisierung der Stadt Douala zu zeichnen. Wir freuen uns sehr, dass er die Herausforderung angenommen hat und sind begeistert von den ersten Skizzen!

Heute waren wir auf Einladung von Herrn Prof. Dr. Sebastian Schädler an der Evangelischen Hochschule Berlin und haben im Rahmen seines Seminars „Flucht, Migration und Postkolonialismus“ eine Sitzung übernommen. Gemeinsam mit 11 Studierenden führten wir einen vierstündigen Workshop durch und hatten spannende Diskussionen über die Aktualität und Relevanz antikolonialen Widerstands am Beispiel Kamerun und Deutschland.

Wir freuen uns sehr über den Erfahrungsbericht von Mira aus dem Lessing-Gymnasium. Sie schreibt zu unserem Workshop zum Thema „Antikolonialer Widerstand in Kamerun“ auf dem benbi:

Ich habe mich für den Workshop rund um Kamerun entschieden, da ich da noch am wenigsten darüber wusste und mich in der Kurzbeschreibung vor allem die Geschichte von einem Mann, der in Kamerun aufgestellte französische Soldatenstatuen „köpfte“ konfus und neugierig machte.

Es wurde nicht allzu viel Zeit mit herkömmlichen Kennenlernen verbracht, es war eher ein kontextbezogenes „Was weiß ich, was weiß ich nicht“, was ich als sehr angenehm empfand.

Der Workshop war nicht rigoros auf die Problemfrage zugespitzt, wir erfuhren sehr viel zu vorhandenen Sprachen (wo wir dann auch etwas ausprobieren konnten – „Ndjil’a“ heißt „Hallo, wie geht es dir“ auf Bassa, einer von über 150 kamerunischen Sprachen), zur geographischen Situation, etc. In Gruppenarbeit bekamen wir dann noch einzelne Geschichten und Schicksale kamerunischer Antikolonialisten zugeteilt, die wir in sehr kreativen Aufgaben, wie zum Beispiel einem Slam, aufarbeiteten und dann den anderen vortrugen.

Der Workshop war manchmal berührend, manchmal entsetzend, manchmal überraschend und immer höchst interessant und informativ, nicht zuletzt dank der sympathischen und energetischen Leiter.

Seit gestern führen wir auf dem benbi Workshops zum Thema antikolonialer Widerstand in Kamerun durch. Wir haben sehr viel Energie in die Entwicklung unserer Methoden gesteckt und freuen uns deshalb um sehr mehr, dass die Kinder und Jugendliche mit so viel Engagement und Interesse dabei sind. Es macht  unglaublich viel Spaß sich mit den Teilnehmer*innen über antikolonialen Widerstand in Kamerun auszutauschen und zu diskutieren!

Wir freuen uns auf die weiteren Workshops bis Freitag!

 

Heute haben wir weiter fleißig an unserem Workshop zum Thema Antikolonialer Widerstand in Kamerun für das bevorstehende benbi (Berliner Entwicklungspolitisches Bildungsprogramm) gearbeitet. Vom 13. -17. November 2017 werden wir im FEZ in Berlin-Köpenick die Workshops mit Schüler*innen der Grunschule und Sekundarstufe aus ganz Berlin und Brandenburg durchführen. Wir sind schon sehr gespannt auf den Austausch mit den Telnehmenden!

Das  benbi findet seit 2000 jährlich in einer Novemberwoche statt und wird von KATE e.V. (Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung) organisiert.

Das pädagogische Begleitheft des diesjährigen benbi ist online und trägt den Titel: „Alles nur Geschichte? Wie Kolonialismus unsere Welt bis heute prägt„.

Neben unserem Bildungsangebot zum „Antikolonialen Widerstand in Kamerun“ auf Seite 15 sind ganz viele andere Programmpunkte,  Workshops und Inhalte zum Thema Kolonialismus vorgestellt.