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Seit Juni haben wir neue Arbeitsräume! Und was für welche! Mit Blick über ganz Berlin teilen wir mit 15 anderen Initiativen die Räumlichkeiten der ZUsammenKUNFT im 15. und 16. OG des ehemaligen Hotels Bel Air in Kreuzberg. Dort können wir künftig unsere Workshops anbieten und weitere Veranstaltungen organisieren. Der Ort bietet Platz für 100 Personen.

Die ZUsammenKUNFT versteht sich als ein Modellprojekt für das gemeinschaftliche Zusammenleben von Kulturschaffenden, geflüchteten Neu-Berliner_innen sowie Alt-Berliner_innen. In dem Gebäude sind seit Dezember 2015 leere Wohnflächen unter Verwaltung des DRK zu einer Notunterkunft für rund 400 Geflüchtete umfunktioniert worden. Die beiden leerstehenden obersten Etagen wurden in Abstimmung mit einem Expertenbeirat mit kulturellen und sozialen Projekten, Initiativen, Künstlerkollektiven und NGOs belegt, die sich mit dem Thema Flucht und Migration inhaltlich beschäftigen.

 

Am Wochenende trafen wir uns mit anderen angehenden Referent*innen des Programms CHAT der WELTEN beim Qualifizierungsseminar in Blossin. Die Gruppe war sehr diskussionsfreudig und wir hatten Raum und Zeit, über die Herausforderungen des Programms kritisch zu debattieren und zu reflektieren. In der Kleingruppenarbeit konnten wir die Bausteine unseres Konzeptes legen zum Thema:

Sprache, Identität und Diskriminierung

Im Berliner Haus der Demokratie und Menschenrechte fand heute die erste Werkstatt zur Entwicklung von Bildungsangeboten für das benbi 2018 statt. Moderiert durch die engagierten Trainerinnen Annette Kübler und Beate Flechtker beschäftigten wir uns inhaltlich mit dem diesjährigen Thema „Klima und Ressourcen“ mit Blick auf mögliche Problematiken und Fallstricke, die bei der Konzeption der Workshops kritisch mitgedacht werden sollen. Wir möchten dieses Jahr mit den Schüler*innen über die Aktualität kolonialer Ressourcenausbeutung in Kamerun diskutieren.

Unsere Schwesternorganisation Initiaitve perspective de changement (ICP) in Douala hat gemeinsam mit Engagierten ihres Partners Un Monde Avenir mit Einwohner*innen des Bezirks Douala 3 ins Gespräch. Das Team befragte mit standalisierten Fragebögen insgesamt 350 Personen nach ihren Forderungen an die lokale Politik für die kommenden Wahlen.

Die Mehrheit der Studienteilnehmer*innen fordert bessere lokale Infrastruktur wie Straßen, Straßenbeleuchtung, Wasserversorgung und den Ausbau der medizinischen Versorgung. Gefordert wurde auch ein besserer Zugang sowie die Kommunikation über verfügbare Arbeitsplätze und der Ausbau von Bildungs – und Freizeiteinrichtungen, wie Bibliotheken oder Jugendzentren.

Im Oktober 2018 finden in Kamerun Präsidentschaftswahlen statt. Die  Kommunal – und Parlamentswahlen, die ursprünglich ebenfalls 2018 stattfinden sollten wurden auf 2019 verschoben.

Der überwiegende Teil der Befragten hatte kaum Informationen über die Funktionsweisen und Entscheidungsstrukturen kommunaler politischer Prozesse. Auch die Möglichkeiten der Mitgestaltung kommunaler Politik war der Mehrheit unbekannt. Die Studie zeigte auch, dass die Wahlbeteiligung der Menschen sehr gering ist. Vor allem junge Frauen gaben an sich politisch nicht repräsentiert zu sehen und sich deshalb nicht am politischen Prozess zu beteiligen.

 

Heute waren wir auf Einladung von Herrn Prof. Dr. Sebastian Schädler an der Evangelischen Hochschule Berlin und haben im Rahmen seines Seminars „Flucht, Migration und Postkolonialismus“ eine Sitzung übernommen. Gemeinsam mit 11 Studierenden führten wir einen vierstündigen Workshop durch und hatten spannende Diskussionen über die Aktualität und Relevanz antikolonialen Widerstands am Beispiel Kamerun und Deutschland.

Das kamerunische Lokalfernsehen berichtet über das Projekt Profiling und die demokratische Teilhabe der Einwohner*innen. Mit unserem Projektkoordinator Hilaire und anderen Engagierten von Un Monde Avenir diskutieren sie die Ergebnisse der Umfrage. Das hohe Interesse der Jugendlichen und jungen Erwachsenen an der Mitgestaltung lokaler Politik stellt ein wichtiges Potenzial zur Gesellschaftsveränderung dar.

 

Heute war das erste Akteurstreffen der BREBIT 2018. Referent*innen und Aktive haben sich im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin versammelt und von der BREBIT-Koordinationsgruppe eine Einführung in das Motto der diesjährigen BREBIT Veranstaltungen erhalten:

„Alles für uns!? Ressourcen schonen. Reichtum fairteilen Gesellschaft gestalten.“

Es gab zwei Inputs zur Rohstoffpolitik und kolonialen Kontinuitäten von Merle Groneweg (PowerShift e.V.) und zu den Auswirkungen im globalen Süden am Beispiel Bolivien durch Oscar Choque (Ayni – Verein für Ressourcengerechtigkeit e.V.).

Heute sprach unser Projektkoordinator Hilaire mit Journalist*innen in Douala über das Projekt Profiling und über die Notwendigkeit, dass die Einwohner*innen des Bezirks Douala 3 selbstbestimmt und informiert wählen gehen.

Er übte Kritik daran, dass die lokalpolitischen Verantwortlichen sich nicht um die Anliegen der Einwohner*innen ihres Bezirks kümmern. Die Gespräche mit den Einwohner*innen haben gezeigt, dass sie klare Forderungen an die lokale Politik haben: Straßen, Wasser- und Gesundheitsversorgung sollten u.a. verbessert werden.

Wir freuen uns sehr über den Erfahrungsbericht von Mira aus dem Lessing-Gymnasium. Sie schreibt zu unserem Workshop zum Thema „Antikolonialer Widerstand in Kamerun“ auf dem benbi:

Ich habe mich für den Workshop rund um Kamerun entschieden, da ich da noch am wenigsten darüber wusste und mich in der Kurzbeschreibung vor allem die Geschichte von einem Mann, der in Kamerun aufgestellte französische Soldatenstatuen „köpfte“ konfus und neugierig machte.

Es wurde nicht allzu viel Zeit mit herkömmlichen Kennenlernen verbracht, es war eher ein kontextbezogenes „Was weiß ich, was weiß ich nicht“, was ich als sehr angenehm empfand.

Der Workshop war nicht rigoros auf die Problemfrage zugespitzt, wir erfuhren sehr viel zu vorhandenen Sprachen (wo wir dann auch etwas ausprobieren konnten – „Ndjil’a“ heißt „Hallo, wie geht es dir“ auf Bassa, einer von über 150 kamerunischen Sprachen), zur geographischen Situation, etc. In Gruppenarbeit bekamen wir dann noch einzelne Geschichten und Schicksale kamerunischer Antikolonialisten zugeteilt, die wir in sehr kreativen Aufgaben, wie zum Beispiel einem Slam, aufarbeiteten und dann den anderen vortrugen.

Der Workshop war manchmal berührend, manchmal entsetzend, manchmal überraschend und immer höchst interessant und informativ, nicht zuletzt dank der sympathischen und energetischen Leiter.

Auf Einladung unseres Projektkoordinators Hilaire trafen sich heute 25 Menschen aus seinem Herkunftsbezirk, Oyack in Douala, um über Polizeigewalt und ihre Ursachen vor Ort zu diskutieren. Engagierte Musiker*innen, Künstler*innen und Schauspieler*innen nahmen an der Diskussion teil. Ein engagierter Anwalt stellte die gesetzliche Verantwortung der Polizei vor und thematisierte die Grenzen ihrer Aufgaben. Das Treffen zielte darauf ab, dass die Teilnehmenden Handlungsoptionen im Sinne von Möglichkeiten des Engagements in dem Bereich entwickeln.

Im Lauf der Diskussion stellte sich unter anderem heraus, dass Selbstjustiz eines der gravierendsten Resultate von Polizeigewalt ist. Durch das starke Fehlverhalten der Polizei gegenüber der Bevölkerung hätten die Menschen kein  Vertrauen mehr in die Polizei.