Zu anti-Schwarzer Rassismus, Kolonialismus und antikolonialer Widerstand. Neue Termine im Sept. und Nov. 2026.! In Kooperation mit Spore Initiative in Berlin-Neukölln.
Am 10. September 2026 brauchen wir eure Unterstützung: Für die Lernmodule zu unserem nächsten Comic suchen wir Lehrkräfte und politische Bildner:innen, die mit uns kreativ werden.
Du bist Comiczeichner:in oder Grafiker:in aus Tansania? Du interessierst dich für die Aufarbeitung des Deutschen Kolonialismus in Tansania? Und hast Lust zu antikolonialem Widerstand kreativ zu werden?
Dann schaue dir jetzt unsere Ausschreibung an!
Are you a comic artist or graphic designer from Tanzania? Are you interested in critically engaging with the history of German colonialism in Tanzania? And would you like to get creative in the spirit of anti-colonial resistance?
Then check out our open call now!
Ausschreibung/Open Call
Comiczeichner:in oder Illustrator:in gesucht
Für die Realisierung eines Bildungscomics über einen Aktivisten aus Tansania sind wir auf der Suche nach einer Künstler:in. Auf Basis eines Skripts soll eine Mischung aus Comiczeichnungen und Illustrationen entworfen werden. Die Geschichte behandelt die Deutsche Kolonialzeit in Tansania und beschäftigt sich mit kolonialen Kontinuitäten in Tansania.
Uns steht ein Budegt von 3400 EUR zur Verfügung. Eine formale Bewerbung ist nicht notwendig. Schick uns einfach einen kurzen Text, warum du es spannend fändest zu diesem Thema zu arbeiten und eine Beispiel-Arbeit: info@initiativeperspektivwechsel.de
Comic artist or illustrator wanted
For the realization of an educational comic about an activist from Tanzania, we are looking for an artist. Based on a script, a combination of comic drawings and illustrations will be created. The story explores the period of German colonial rule in Tanzania and engages with ongoing colonial continuities in the country.
We have a budget of €3,400 available. A formal application is not required—just send us a short text explaining why you would find it interesting to work on this topic, along with a sample of your work: info@initiativeperspektivwechsel.de

Ende letzten Jahres ist unsere Lernplattform Antikoloniale Visionen. Wie Menschen weltweit das Erbe des Deutschen Kolonialismus herausfordern online gegangen.
Wir wollen von euch wissen: Wie läuft der Einsatz im Unterricht? Was fehlt euch auf der Lernplattform? Und wie sind die Rückmeldungen eurer Lerngruppen auf die Ngonnso-Story?
Mit eurer Hilfe können wir das Angebot überarbeiten und noch stärker auf eure Bedürfnisse anpassen.
Nehmt euch 10 Minuten Zeit besucht unsere Lernplattform und antwortet auf unseren digitalen Feedbackbogen!
Lange haben wir diesem Moment entgegen gefiebert: Am 27. November 2025 fand der Launch unser neuen Lernplattform: „Antikoloniale Visionen. Wie Bewegungen weltweit das Erbe des Deutschen Kolonialismus herausfordern – www.antikolvi.org“ statt. Hier haben wir offiziell unsere neue Homepage und unseren neuen Comic „Geraubte Geschichte. Vernyuys Suche auf den Spuren der Ngonnso“ veröffentlicht.
Dafür waren wir im Weltraum von EPIZ zu Gast. Dieser besondere außerschulische Lernort bietet Kindern, Jugendlichen, Lehrkräften und interessierten Personen die Möglichkeit, multiperspektivisch zu lernen. Durch insgesamt vier Projektionsflächen und einem tollen Sound, hatten wir die Möglichkeit unseren Comic audiovisuell zu präsentieren und unsere Homepage vorzustellen.
Im Anschluss diskutierten in einer Podiumsdiskussion Sandra Karangwa (Museumspädagogin und Antirassismustrainerin), Fogha Mc Cornilius Refem (Künstler und Wissenschaftler, derzeit Promoviernder zum Thema „‘Ontologies In Conversation’: Restitution As A Cosmopolitan Practice“ an der Universität Potsdam) und Shiynyuy Semaiy Gad (Ngonnso-Aktivist) über die Chancen und Herausforderungen von Restitution als Thema in der Schule. Vielen lieben Dank an Jeanne Mizero Nzakizabandi für die Moderation!
Vielen Dank, an alle, die dabei waren und den Abend mitgestaltet haben. Wir freuen uns auf weiteren Austausch und Zusammenarbeit!
2025 gefördert durch:
Du bist Lehrkraft? Du willst zu Deutschem Kolonialismus arbeiten und bist auf der Suche nach Lernmaterialien? Dann sei am 27.11 bei unserer Veranstaltung dabei.
Über 30 Gruppen, Organisationen und Dachverbände fordern in einer gemeinsamen Resolution die längst überfällige Anerkennung der deutschen Kolonialverbrechen.
Die Anerkennung der deutschen Kolonialvergangenheit als staatliches Gewaltverbrechen, dessen Folgen bis in die Gegenwart national wie international spürbar sind, ist überfällig. Kolonialismus war nicht nur ein historisches Unrecht, sondern wirkt bis heute in Form struktureller, institutioneller und kultureller Gewalt, rassistischer Ausgrenzung sowie globaler Macht- und Ressourcenungleichheiten fort. Die Verantwortung des deutschen Staates zeigt sich nicht nur in der formalen Anerkennung dieser Verbrechen, sondern ebenso darin, wie ernsthaft und nachhaltig er bereit ist, Auseinandersetzung, Aufarbeitung, Erinnerungsarbeit und Reparationen zu finanzieren und zu ermöglichen.
Die Initiaitve Perspektivwechsel e.V. hat diese Resolution mitunterzeichnet und unterstützt die Forderungen.
Lest hier die gesamte Resolution nach.

Nach jahrzehntelangem Druck von zivilgesellschaftlichen Initiativen und Aktivist:innen war es am 23. August 2025 soweit: Die ehemalige M*-Straße in Berlin-Mitte trägt nun den Namen Anton-Wilhelm-Amo-Straße!!! Endlich eine kolonialrassistischer Begriff weniger in der Stadt und die längst überfällige Ehrung des Philosophen und Rechtswissenschaftlers Anton Wilhelm Amo (1703–nach 1753).
Anton Wilhelm Amo gilt in Deutschland als erster bekannter Akademiker afrikanischer Herkunft. Er studierte zu Beginn des 18. Jahrhunderts in Halle an der Saale und in Wittenberg, wo er 1734 auch promovierte. Er wirkte dort, sowie in Jena als Dozent der Philosophie. In seiner akademischen Arbeit widmete er sich unter anderem der Rechtsstellung Schwarzer Menschen in Europa. Amo steht für Widerstand, Selbstbehauptung und afrodiasporisches Wissen – welches viel zu lange unsichtbar gemacht wurde. Jetzt hat er den Platz, der ihm zusteht.
Die Initiative Perspektivwechsel e.V. war beim Umbenennungsfest dabei. Unser Kollege Hobskur hat das Fest mit seinem Auftritt unterstützt und das Publikum mit seinem Rap auch kurz mit in das politische Geschehen nach Kamerun entführt. Denn koloniale Straßennamen und Denkmäler sind weltweit in großen Städten zu finden. Auch in Kamerun gibt es noch viele Denkmäler und Straßennamen, die Kolonialverbrecher ehren.
Die neue Anton-Wilhelm-Amo-Straße in Berlin-Mitte steht für eine Auseinandersetzung mit der kolonialen Vergangenheit und für das Engagement all jener, die sich nicht mit diskriminierenden Straßennamen abfinden. Sie ist ein sichtbarer Erfolg antirassistischer Kämpfe im öffentlichen Raum.
Unsere Ausstellung „Zwischen Petition und Rebellion“ ist seit dem 06. September 2025 in der Paul-und-Charlotte-Kniese Schule in Berlin-Lichtenberg zu sehen.
Organisiert wurde dies durch das Programm „JMD Respect Coaches“. Es verfolgt das Ziel, demokratische Werte für junge Menschen erlebbar zu machen und durch präventive Angebote Respekt, Toleranz sowie den Abbau von Vorurteilen an Schulen zu fördern. Im Mittelpunkt steht dabei die Primärprävention gegenüber jeder Form von Extremismus, Rassismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
Die Paul- und-Charlotte-Kniese Schule ist eine Gemeinschaftsschule, die im gebundenen Ganztag unterrichtet. Rund 900 Schüler:innen besuchen die Schule. Im Juni waren wir in der Sek I bereits mit unseren Workshops an der Schule zu Gast. Dank des Respect Coach Programms steht unsere Ausstellung dort bis einschließlich Oktober und kann von allen Schüler:innen der Sek I und Sek II besucht werden.
2025 gefördert durch:
Für 2025 sind alle kostenlosen Workshops im Projekt „Auf den Spuren des Widerstands gegen Rassismus“ ausgebucht. Schulen, die ein Budget für Projekte der politischen Bildung haben, können unsere fünfstündigen Workshops mit zwei Referent*innen für 600 EUR (300 EUR pro Referent*in inklusive Vor- und Nachbereitung) buchen.
Wir wissen, dass es für viele Schulen schwierig ist diese Kosten zu stemmen, gerade jetzt, da auch viele Schulen durch starke Mittelkürzungen betroffen sind. Leider haben wir momentan keine andere Finanzierung über die wir noch mehr Schulen ermöglichen könnten unser Angebot wahrzunehmen. Wir freuen uns, wenn es über Fördervereine, Spenden oder andere Finanztöpfe klappt!
Reserviert auch gerne bereits Termine für die kostenlosen Workshops 2026!
Unsere Workshops sensibilisieren für anti-Schwarzen Rassismus als Vermächtnis deutscher Kolonialgeschichte und ermutigen junge Menschen sich antirassistisch zu positionieren.
Über die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Strategien des Antikolonialen Widerstands werden Diskussionen zu Privilegien, Machtverhältnissen und demokratischer Teilhabe angestoßen.




