Heute waren wir im Leibniz-Gymnasium in Potsdam und haben mit Schüler*innen der 8. Klasse, im Rahmen unseres BREBIT-Projekttags Eine ölige Angelegenheit, über Palmöl in Kamerun gesprochen.

Einführung in Ressourcenausbeutung und Kolonialismus

Gemeinsam mit den Schüler*innen sprachen wir zunächst über die Ressourcen aus Kamerun, die in vielen Produkten stecken: Kakao, Kautschuk, Palmöl, Banane, etc. Wir gaben eine interaktive Einführung in die Geschichte Kameruns mit dem Schwerpunkt Kolonialismus und Widerstand. Mit einer praktischen Übung diskutierten die Schüler*innen über die Kolonialverträge als eine Form der Gewalt und eine Strategie der Unterdrückung und Ausbeutung.

Drei Geschichten von Palmölplantagen und Widerstand in Kamerun

Kern des Projekttages bildeten drei Geschichten von Palmölplantagen und Widerstand in Kamerun. Die erste Geschichte erzählt vom Widerstand der Bakweri gegen den Landraub der deutschen Kolonisatoren. Die zweite Geschichte thematisiert die Palmölplantagen von SOCAPALM/SOCFIN und den Protest der Anwohner*innen und Arbeiter*innen gegen die Arbeitsbedingungen und den andauernden Landraub durch das Großunternehmen, dessen Entstehung auf die französische Kolonialzeit zurückgeht. Bei der dritten Geschichte geht es um aktuelle Formen des Widerstands gegen das Palmölprojekt der nordamerikanischen Firma HERAKLES FARMS im Südwesten Kamerun. Die Schüler*innen verglichen die drei Geschichten in Kleingruppen und erarbeiteten dabei die Kontinuitäten und Unterschiede im Hinblick auf Strukturen und Strategien der Verhandlung, Ausbeutung und des Widerstands.

Handlungsoptionen

Abschließend haben wir in einem interaktiven Rollenspiel über  Handlungsoptionen diskutiert. Die Schüler*innen schlüpften in die Rollen von Konsument*innen, angehende Politiker*innen und Plantagenarbeiter*innen und sammelten Argumente und Vorschläge zur Veränderung der Situation auf lokaler und globaler Ebene.

Danke an die Schüler*innen für euer Interesse und euer intensives Mitdenken! Danke auch an Frau Schaefer, die Lehrerin, für ihre Begleitung und ihr konstruktives Feedback!