Am 29. Oktober 2022 hat unser Team in Douala die wunderschön renovierte Anlu-Bibliothek eröffnet. Insgesamt zwei Monate lang sind die Räumlichkeiten rennoviert worden und erscheinen nun im neuen Glanz: neu geflieste Böden, frisch gestrichene Wände und einladene Kunst an der Fassade.

Bei der Eröffnungsfeier waren neben den Einwohner*innen des Kiezes auch offizielle Gäste geladen: Der Bürgermeister von Doaula 3ième und les chefs du quartier Oyak 3 und Oyak 4 sowie Presse und Direktor*innen der umliegenden Schulen. In seiner Rede sprach der Bürgermeister seine Begeisterung für das Projekt aus und fügte hinzu, dass nicht einmal das Rathaus von Douala 3ième über eine eigne Bibliothek verfügt.”Die Jugendlichen von Oyak können sich glücklich schätzen einen Ort zu haben an dem sie sich bilden können.”

Immer wieder unterstützen uns tolle Menschen, Vereine, Verlage und auch Buchhandlungen mit Bücherspenden. Im September hat uns auch InterKontinental 10 wunderbare Bücher von afrikanischen Autor*innen gespendet. Die Bücher sind seit Oktober bereits in der Anlu-Bibliothek und tragen zu weiteren Diversität, der dort verfügbaren Literatur bei.

InterKontinental ist die erste Buchhandlung spezialisiert auf afrikanische und afrodiasporische Literatur in Deutschland. Seit 2018 bieten sie in Berlin-Friedrichshain eine Auswahl an Belletristik (deutsch, englisch und französisch), Sachbücher zu Politik und Kultur, Kinder- und Jugendbücher sowie Klassiker der Weltliteratur.

Wir bedanken uns ganz herzlich und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Das African Book Festival versammelt jährlich  Autor*innen und Künstler*innen des afrikanischen Kontinents und seiner globalen Diaspora für Lesungen, Diskussionen, Interviews Konzerte und Spoken Word Performances in Berlin. Das jährliche African Book Festival wird präsentiert von InterKontinental e.V., einem gemeinnützigen Verein mit dem Ziel, zur Verbreitung afrikanischer und afrodiasporischer Literaturen in Deutschland beizutragen. Wir waren bei der diesjährigen Veranstaltung schon zum 2. Mal mit einem Stand dabei.

Der südafrikanische Autor, Fotograf und Filmemacher Lidudumalingani hat das African Book Festival 2022 kuratiert und ein wirklich außerordentliches Programm auf die Beine gestellt. Besonders toll war die Lesung der ugandischen Autorin Jennifer Nasubuga Makumbi zu ihrem Buch First Women.

Wir freuen uns riesig, dass unsere Partnerorganisation ICP in Douala ihr Bibliotheksprojekt „Die Anlu Bibliothek – Ein Ort für Empowerment und Engagement im Kiez“ nun mit einer Projektförderung an den Start bringen kann. Die Nord-Süd Brücken Stiftung und die Stiftung Umverteilen unterstützen das Projekt zunächst bis März 2023.

Das Projekt empowert junge Menschen und regt sie dazu an sich zivilgesellschaftlich zu engagieren. Ausgangspunkt dafür ist die Anlu-Bibliothek, die Afrikanische und Afrodiasporische Literatur sowie Schulbücher bereitstellt. Seit Dezember 2020 ist die Anlu Bibliothek geöffnet und bietet ihren Besucher*innen bereits knapp 1000 Bücher aller Art (Comics, Essays, Romane, Wissenschaftliches, Schulbücher) in französischer und englischer Sprache sowie Nachhilfekurse.

Mit der Förderung werden die Räume der Bibliothek rennoviert sowie regelmässige Öffnungzeiten garantiert und Aktivitäten für Kinder und Jugendliche durchgeführt. Die Rennovierungsarbeiten sind derzeit im vollen Gange.

Vielen Dank an die Nord-Süd Brücken Stiftung und die Stiftung Umverteilen und alle anderen tollen Vereine und Menschen, die uns unterstützen. Wir freuen uns nach wie vor über Bücherspenden Afrikanischer und Afrodiasporischer Autor*innen auf Englisch oder Französisch. Besonders Kinder- und Jugendbücher sind immer Willkommen!!

Vielen Dank an Editions ZOE! Der Schweizer Verlag hat uns 20 funkelnagelneue Bücher von unterschiedlichen afrikanischen Autor*innen gespendet. Darunter die Werke der nigerianischen Schriftstellerin Yewande Omotoso, des Autors Tendai Huchu aus Zimbabwe, des  kamerunischen Autor Max Lobe und viele weitere.

Lobe wurde 1986 in Douala geboren und hat bereits mehrere Romane veröffentlicht. Für seine Kurzgeschichte Le Baccalauréat erhielt er 2009 den Prix de la Sorge (Literaturpreis der Universität Lausanne). Im Januar 2013 erhielt der von Zoé herausgegebene Roman Rue de Berne 39 den Prix du Roman des Romands (das Schweizer Äquivalent zum Goncourt des lycéens). In seinem Werk Confidences erzählt der Autor die Geschichte des Unabhängigkeitskrieges Kamerun.